Die WürdeWelle

Am 02.09.2019 fand in Frankenthal das lang geplante und mit Spannung erwartete erste Treffung zur Planung des Würde-Kongresstivals 2020 statt. Zahlreiche Interessierte aus Deutschland und der Schweiz kamen, um beim Kick off dabei zu sein. Eingeladen hatte Stefanie Menzel, die sich in ihren Seminaren und Veröffentlichungen mit dem Thema Würde seit langem beschäftigt.

Das Film-Team von Stefanie Menzel hatte einen ansprechenden Intro-Film zum Kick off des Würde-Kongresstivals 2020 erstellt.

 

Mit der Vorstellung dieses Intro-Films waren die Teilnehmer auch gleich mitten im Thema des Tages. Unter der Leitung von Reiner Ritter sollten die verschiedenen Aspekte des Begriffs „Würde“, die im Bewusstsein der Bevölkerung mehr oder weniger deutlich vorhanden sind, gesammelt und daraus eine inhaltliche Planung für ein Würde-Kongresstival 2020 erstellt werden.

 

Die Quelle der WürdeWelle

Stefanie Menzel nannte als Ziel, eine WürdeWelle in Bewegung zu setzen, auf der nach und nach alle Menschen in eine menschenwürdige und umweltgerechte Zukunft gelangen können. Das Würde Kongresstival 2020 soll der Beginn der Bewegung sein, die „Quelle der Welle“.

 

Was verstehst du unter Würde?

Das Grundgesetz macht eine klare Vorgabe: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Damit steht die Würde so weit oben, dass sich üblicherweise nur Staatsmänner, Politiker, Professoren, Philosophen oder Richter mit diesem Thema beschäftigen. Dabei geht die Würde gerade den ganz normalen Bürger in seinem ganz normalen alltäglichen Leben an. Sie zeigt sich im Umgang untereinander, in Partnerschaft, Erziehung, Schule, Beruf, im Verhältnis des Staates zu den Bürgern und der Bürger zum Staat, in den Gepflogenheiten bei Geschäftsabwicklungen, in den Versprechungen der Werbeindustrie, in den Formulierungen bei Veröffentlichungen in Zeitungen, im Fernsehen, in den sozialen Medien, in den Aussagen beim Tratsch an der Ecke, beim Einkaufen und am Stammtisch. Jeder, der in der Gemeinschaft mit anderen irgendetwas tut, macht, sagt, denkt oder unterlässt, steht unter dem großen Schirm des Begriffs „Würde“.

In Umfragen wird häufig festgestellt, dass der Bürger spontan keine klare Antwort auf diese Frage geben kann. Achtung, Respekt, Achtsamkeit, Nächstenliebe, Miteinander, alle sind eins, solche oder ähnliche Worte werden vorgetragen. Sie zeigen die einzelne Aspekte des großen Themas, zu dem jeder Mensch einen anderen Zugang hat. Um möglichst viele Menschen beim Kongresstival anzusprechen, sind möglichst viele dieser Zugänge vorzusehen. Dabei soll auf nachhaltige Wirkung geachtet werden, denn die Würde soll immerfort in den Menschen wirken und auf ihre Umgebung ausstrahlen. Nur so kann das Kongresstival zur Quelle einer Welle werden.

 

Das Würde-Kongresstival

Es soll kein reiner Kongress sein, bei dem es nur Vorträge und Gesprächsrunden gibt. Es soll kein Festival sein, bei dem es nur Musik und Tanz gibt. Es soll von allem etwas dabei sein, für jeden etwas, für jüngere und ältere Besucher, für Männer und Frauen, für den Verstand und für das Herz.

Daraus ergeben sich vielfältige Fragen: 
Wo, wann, welches Angebot? Wer macht was? Welche Kenntnisse und Möglichkeiten sind vorhanden, welche müssen hinzugeholt werden?
Umweltgerechter Ablauf von der Öffentlichkeitsarbeit über die Anreise, die biologische und ökologische Verpflegung, die Müllvermeidung bis zur Abreise.
Eintägig, mehrtägig, welche zeitliche Planung?

Mit welchen Themen werden die Menschen angesprochen? Wie gelingt es, dass sie das Würde-Kongresstival nicht mit einem der unzähligen Events gleichsetzen, bei denen man kurz freut und dann im Alltag doch alles wieder beim Alten lässt. Wie kann ein Funke entzündet werden, der zu einem Feuer wird, das den Menschen im Alltag Licht und Wärme bringt? Wie wird das Kongresstival zur Quelle einer WürdeWelle?

Es war ein sehr inspirierender, kreativer, ideenreicher Tag und der Moderator Reiner Ritter verstand es mit klar strukturierten Abläufen viele konkrete Ergebnisse zu erzielen. Zum Schluss waren sich die Teilnehmer einig, dass das Thema „Würde“ sehr komplex ist, der Einzelne schnell dazu neigt, sich in Einzelheiten zu verzetteln und deshalb eine klare Struktur notwendig ist. Die Teilnehmer waren von der Stimmung des Tages und den gefundenen Möglichkeiten sehr angetan. Und selbst der Mann, der nur da war, weil seine Frau ihn mitgenommen hatte, war glücklich, dabei gewesen zu sein und neue Ideen für sein Leben erhalten zu haben.

 

Film erstellt von:

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